
Verleihung des OK-Förderpreises 2003
Die Jury:
Heidi Neyses, Deutscher Journalistenverband – LV Rheinland-Pfalz
Dr. Ingeborg Nikitopoulos, Ausländische Arbeitnehmer und ihre Familienangehörigen
Ruth Scherer, Arbeitsgemeinschaft der IHK’s in Rheinland-Pfalz
Günter Gremp, Vorsitzender der OK-Jury, Katholische Bistümer in Rheinland-Pfalz
Hans Otto Lohrengel, Verbände aus den Bereichen Kunst und Kultur
Dr. Rüdeger Schlaga, Landeszentrale für politische Bildung
OK-Fernsehbeitrag: Verleihung des OK-Förderpreises 2004
Thema „Begegnungen – Portraits - Profile“ (ca. 56 min):

Günther Gremp, Vorsitzender der Jury,
bei der Vorstellung der ausgezeichneten Beiträge
Eröffnung und Begrüßung
1. Preis
„Die Claretiner und der Dreifaltigkeitsberg“
Eric Nohl (Offener Kanal Ludwigshafen)

Ein Beitrag, der von seiner Anlage und Qualität durchaus in den renommierten Reihen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, wie z. B. „Land und Leute“ oder „Unter unserem Himmel“, gesendet werden könnte. Hier passen Bild, Text und Ton immer überein und geben ein umfassendes Portrait des Dreifaltigkeitsberges mit seiner Klosterkirche, den dort lebenden Patres und der Bewohner rund um den Berg in der Schwäbischen Alb. Ein insgesamt gekonntes und kompetent kommentiertes Video.
1. Preis
„Ab ins Heim“
Joel Hess (Offener Kanal Trier)

Dieser sensible Film portraitiert einen jungen Mann, der im Jugendhilfezentrum auf dem Helenenberg bei Trier lebt. Dadurch wird auch dieses Heim mit all seinen Möglichkeiten für junge Menschen vorgestellt. Dem Autor gelingt es trotz dieser vom Thema her „schweren Kost“, ein sensibles Bild zu zeichnen, das deshalb auch nie exhibitionistisch daher kommt. Eine Arbeit, die sich in Herangehensweise und Qualität wohltuend von den oft denunziatorischen Beiträgen zu dieser Themengruppe hervorhebt
2. Preis
„Sprechanlage“
Achim Wendel (Offener Kanal Wittlich)
Katja Mohren
Christian Krämer

Ein bemerkenswerter Kurzfilm, der die Begegnung von Vater und Tochter bei ihrem Versuch zeigt, aufeinander zuzugehen. In Aufnahme und Schnitt gekonnt – wird eine Sprechanlage zum Sinnbild fehlender und missverständlicher Kommunikation. So zeigt der Film im Verlauf der Handlungen vier Menschen, die zwar die ANLAGE haben zu SPRECHEN, jedoch nicht miteinander kommunizieren.
3. Preis
„Die Imbissecke“
Peter Friesenhahn (Offener Kanal Trier)

Ein wunderbares Portrait, das von der eigenen Note des Autors lebt, die er durch seinen informativ und natürlich gesprochenen Kommentar erzielt. Der Beitrag berichtet über einen Imbiss, den Schwierigkeiten der Pächter mit den Überschwemmungen der Mosel und den manchmal wenig nachvollziehbaren Vorgaben der Behörden. Der Autor begleitet mit der Kamera die Menschen, die diesen Imbiss das ganze Jahr hindurch nutzen. Kurz: Unspektakulär und unaufgeregt, kompakt und informativ: immer interessant.
Sonderpreis
„Lebenshilfe – Werkstatt Trier – das sind wir…“
Max Hohnen (Offener Kanal Trier)

„Begleiten Sie uns durch den Tag der Lebenshilfewerkstatt…“, fordert zu Beginn des Beitrags die Sprecherin auf, und tatsächlich gelingt es den Autoren, die Zuschauer mitzunehmen in diese nicht Jedermann zugängliche Welt. Ausführlich zeigen Angestell-te der Lebenshilfewerkstatt mit Hilfe des Autors ihre Einrichtung, so dass ein informatives Selbstportrait entsteht.
Sonderpreis
„Freizeitchancen schwerstbehinderter Jugendlicher“
Erika Zipf-Bender (Offener Kanal Neuwied)

Dieser Beitrag ist der Mitschnitt einer Jahrestagung muskelkranker Kinder und Jugendlicher, wobei die Kamera soweit wie möglich selbständig von einer Teilnehmerin bedient wurde. Eine aufgeweckte Arbeit, die durch die Erkenntnis der Umstände an Wert noch zunimmt: Teilweise schwerstbehinderte Jugendliche haben zum ersten Mal mit der Videokamera gearbeitet, entsprechend ihrer jeweiligen körperlichen Fähigkeiten. Vor der Entstehung des Sendebeitrages gab es unter den Jugendlichen lange Diskussionen über die Bereitschaft, sich vor der Kamera zu zeigen. Teilweise wurde eine Form der Anonymisierung bevorzugt, statt des eigenen Portraits wurde ein bemalter Luftballon aufgezeichnet.
Sonderpreis
„Portrait: Gehörlos sein“
Thomas Staiger und Schüler der Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule
(Offener Kanal Trier)

Dieser Filmbeitrag von ehemaligen Schülerinnen und Schülern einer Schule für Gehörlose und Schwerhörige in Trier benutzt Video, um Hören und Nichthören sinnlich erfahrbar zu machen. Der Film entstand aus dem Wunsch heraus, das Alltagsleben und kulturelle Besonderheiten Gehörloser im Vergleich zu Hörenden auch einmal filmisch sichtbar zu machen und aufzuzeigen. Der Film bietet, wie ein Fenster, einen kleinen Einblick in die Welt der Schüler mit ihren Behinderungen. Höhepunkt ist die Bühnenpräsentation von „Jesus Christ Superstar“ in Gebärdensprache.
Preisübergabe an die Offenen Kanäle
Manfred Helmes, Direktor der LPR, vergab weitere vier Preise für die Offenen Kanäle Trier, Wittlich, Ludwigshafen und Neuwied, aus deren Mitte auch die Preisträger stammen.

Direktor Manfred Helmes und Otto Scholer, Offener Kanal Trier

Franz-Georg Oster, Otto Scholer, Hans-Uwe Daumann, Hans Pargen

"Zoom" interviewt den Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Martin Stadelmaier

"Zoom" interviewt LPR-Direktor Manfred Helmes
