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Verleihung des OK-Förderpreises 2004

Die Jury:

Heidi Neyses, Deutscher Journalistenverband – LV Rheinland-Pfalz
Dr. Ingeborg Nikitopoulos, Ausländische Arbeitnehmer und ihre Familienangehörigen
Ruth Scherer, Arbeitsgemeinschaft der IHK’s in Rheinland-Pfalz
Günter Gremp, Vorsitzender der OK-Jury, Katholische Bistümer in Rheinland-Pfalz
Hans Otto Lohrengel, Verbände aus den Bereichen Kunst und Kultur
Dr. Rüdeger Schlaga, Landeszentrale für politische Bildung

OK-Fernsehbeitrag: Verleihung des OK-Förderpreises 2004
Thema „Total lokal“ :

Dieter Linz

- Moderation Dieter Lintz -
Trierischer Volksfreund

Renate Pepper

Renate Pepper, Vorsitzende der Versammlung, bei der Vorstellung der ausgezeichneten Beiträge

Eröffnung und Begrüßung

1. Preis

„Die Mosel, eine Reise von der Quelle bis zur Mündung“
Peter Friesenhahn (Offener Kanal Trier)

Gremp

Diese Arbeit ist ein liebevolles Flussportrait mit vielen informativen Einblicken in die Städte und das Leben direkt an der Mosel. Mit sorgfältig ausgewählten Aufnahmen und Bildern gelingt es dem Autor einen Film über die Flusslandschaft zu zeichnen, der nichts gemein hat mit kitschigen und anpreisenden Tourismus-Filmchen.

Laudatio

2. Preis

„Expose 9“
Kristin Lauer  (Offener Kanal Ludwigshafen)

Christin Lauer

Exposé ist ein lokal ausgerichtetes Kunst- und Kulturmagazin, das von den Praktikanten des Offenen Kanals Ludwigshafen mit Unterstützung der Auszubildenden monatlich produziert wird. In der Ausgabe 9 werden in ruhigen Bildern zwei Fotoausstellungen, eine Kunstaktion in einem Garten und eine Videokunstausstellung vorgestellt. Obwohl die Macher größtenteils auf eine Kommentierung ihrer Magazinbeiträge verzichten, kann sich der Zuschauer an Hand der O-Töne und der Bilder orientieren und informieren. Die Autoren tappen dabei nicht in die Falle, ihre Berichte über die Kunst selber als Kunstwerk anzulegen, was gemeinhin immer misslingt.

Laudatio

3. Preis

„72 Stunden - ohne Kompromiss“
Wolfgang Schuch (Offener Kanal Speyer)

Schuch

Das Video ist die Berichterstattung über die SWR 3-Aktion mit den Jugendverbänden des Bundes der katholischen Jugend „72 Stunden – ohne Kompromiss“ im Sendegebiet des Offenen Kanals in Speyer. Der Beitrag ist ein überaus gelungenes Beispiel dafür, dass Nutzerinnen und Nutzer des Offenen Kanals schnell, kompetent und mit hoher Qualität lokales Fernsehen realisieren können. Dass eine solche Lokalberichterstattung via Offenen Kanal auch nachgefragt wird, zeigt die Resonanz auf die Bereitstellung dieses Beitrages als „Video on Demand“, da die gesamte Sendung, aber auch die einzelnen Magazinbeiträge in einer verblüffend hohen Anzahl außerhalb des Sendetermins abgerufen wurden.

Laudatio

3. Preis

"Das Schaf 2"
Florian Wolf (Offener Kanal Ludwigshafen)

Dieses lokale Ökologie-Magazin ist das Arbeitsergebnis eines Mitarbeiters, der im Rahmen eines freiwilligen ökologischen Jahres in einem Offenen Kanal beschäftigt war. „Schaf 2“ ist eine überzeugende Arbeit, deren jugendliche Handschrift nicht dazu führt, dass es nur für jugendliche Zielgruppen interessant ist. Locker und witzig gestaltete Beiträge gehen Hand in Hand mit handwerklich gut umgesetzter Kameraarbeit, deren einzige Zielrichtung die Informationsvermittlung an den Zuschauer ist. Die einzelnen Beiträge werden durch einen Schaf-Zeichentrick zusammen gebunden. Wenn auch die einzelnen Beiträge voneinander in Art und Umsetzung ein wenig voneinander abweichen, so überzeugt doch diese Magazinsendung in hohem Maße.

Laudatio

Sonderpreis

für den OK-Trier für die Teamleistungen
in 3 Beiträgen OK-Trier

Preisträger

„Handballspiel der Trierer Miezen“ Laudatorin: Renate Pepper, MdLDieser Beitrag zeigt das live mitgeschnittene und kommentierte Heimspiel einer Frauen-Bundesliga-Handball-Mannschaft. Dabei wird das Spiel aufgezeichnet und am Schnittplatz nachgearbeitet. Eine Produktion, die durchaus auch DSF-Standards erfüllen würde. Zwar wird manchmal ein Spielzug, der live kommentiert wird, durch Zeitlupenwiederholungen verpasst, was jedoch den hervorragenden Gesamteindruck nicht wesentlich beeinträchtigt. Neben der guten Kameraarbeit beeindruckt vor allen Dingen der sachverständige Kommentar. Dem Verantwortlichen dieser Sendung ist deshalb durchaus zu glauben, dass sich solcher Art gesendete Sportsendungen zu den beliebtesten OK-Produktionen entwickelt haben.

„SPATENPROGRAMM 15“ Insgesamt 22 Magazinsendungen des „Spatenprogramms“ wurden im Jahr 2004 von der Landesgartenschau (LGS) in Trier gesendet. Die Ausgabe 15 berichtet über das Fußgängerleitsystem zur LGS, die Klanginstallationen auf dem Gelände, dem Angebot Nordic Walking und einer Umfrage über die LGS in Trier. Der Zuschauer glaubt es angesichts der herausragend umgesetzten Konzeption für diese Sendung nicht, dass die Macher die Praktikanten im Offenen Kanal waren. Ansprechend moderiert, gut kommentiert, passende Bilder und die sparsam, aber pointiertl eingesetzten Effekte ergeben ein Magazin, das Lust auf mehr macht.

"Die junge Wahlzeit“ Dieser Beitrag ist eine Sendung aus der Reihe „Wahlzeit“ im OK Trier. Dessen Produktionsteam hat insgesamt 10 Sendungen flächendeckend für viele Städte und Orte im Sendegebiet durchgeführt und damit an Hand der Kommunalwahlen Kommunalpolitik ins Fernsehen gebracht. Die „junge Wahlzeit“ bringt Jungendpolitiker aus Trier zusammen, deren Diskussionsrunde gekonnt und routiniert moderiert wird. Der Sendung ist anzusehen, dass die Macher sehr viel Mühe auf eine fernsehgerechte Vorbereitung legen und die inhaltliche Recherche nicht vernachlässigen. Insgesamt eine bemerkenswerte Sendung, die trotz „Christiansen“ und anderen Formaten im „großen Fernsehen“ durchaus seine eigene Note entwickelt hat.

Sonderpreis

"2 x 2 = 08/15"
Christian Brecht (Offener Kanal Bad Kreuznach)

Preisträger

„Die Zeit des endlosen Abhängens hat jetzt ein Ende“ so der Protagonist am Ende der Spielhandlung in diesem Videofilm, der den städtischen Alltag von zwei Freunden reflektiert. Dieser Beitrag, gedreht in einem Verschnitt aus Dokumentation mit Spielhandlungen mit vielen Videoclipelementen, ist ein ehrgeiziges Projekt zweier junger Leute, die die mehr oder weniger vorhandenen Freizeitmöglichkeiten aus ihren subjektiven Ansichten heraus darstellen wollen. Abhängen mit Alkohol, Drogen, Sex und Partys wird ironisch und mit kalkulierten Tabubrüchen dargestellt. Eine Arbeit, die über das Übliche gezielt hinausgeht.

Laudatio