Digitalisierung der Verbreitungswege

In Deutschland besteht die Möglichkeit des Empfangs von Rundfunkprogrammen über die vier Verbreitungswege Kabel, Satellit, Antenne (terrestrisch) und Internet (IPTV). Im Zuge der Digitalisierung der Verbreitungswege ist das Fernsehen dem Hörfunk voraus. So kann in Rheinland-Pfalz bereits über alle vier Verbreitungswege digitales Fernsehen empfangen werden: über Kabel (DVB-C), Satellit (DVB-S und DVB-S2), Antenne (DVB-T) und geschlossene IPTV-Netze an ausgebauten Standorten.

Digitale Hörfunkprogramme werden vor allem über Satellit digital verbreitet. Im Kabel steigt der Anteil an frei empfangbaren Radioprogrammen langsam an. Per DVB-T werden in Deutschland bislang nur in Berlin digitale Radioprogramme ausgestrahlt. Demgegenüber ist Digital Radio (DAB) annähernd flächendeckend in Deutschland empfangbar. Je nach Region werden bis zu 16 Programme verbreitet.

Auch die Digitalisierung der OK-TV-Sender in Rheinland-Pfalz schreitet voran. Der Umbau der Studios ist abgeschlossen, so dass die Sendebeiträge in fast allen OK-TV-Sendern digital produziert und über eine automatische Sendeabwicklung ausgepielt werden können. Durch den Abschluss eines Heranführungsvertrags mit der Media Broadcast wird das Sendesignal seit August 2007 durchgängig digital bis in die jeweiligen Kabelkopfstationen transportiert. Erst dort erfolgt eine Analogwandlung zur Übergabe an den Kabelnetzbetreiber. Um zukünftig auch die digitale Verbreitung im Kabelnetz zu ermöglichen, führt die LMK ein Pilotprojekt in Ludwigshafen durch. Die Umstellung auf rein digitale Verbreitung ist für Mitte des Jahres 2012 vorgesehen.

Weitere Infos:

DVB = Digital Video Broadcasting
Wikipedia Erklärung