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LMK fordert gemeinsame Medienaufsicht über öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk (Nr. 12)
Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) fordert eine gemeinsame Aufsichtsstruktur, die vergleichbare Maßstäbe für die Bewertung von Programmen des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks zu Grunde legt.
Aktueller Anlass für diese erneute Forderung ist das ARD-Feature „Quoten, Klicks und Kohle“, das am 30. April 2008 um 23.30 h in der ARD gesendet wurde und seitdem in verschiedenen Dritten Programmen der ARD wiederholt wird. Im Kern ging es um die aktuelle und berechtigte Frage, wie umfassend das Angebot von ARD und ZDF im Internet künftig sein darf.
Neben der aus Sicht der LMK völlig überzogenen Eigenpromotion der einseitigen Position der ARD zu diesem Thema wurde zudem in der inhaltlichen Argumentation durch eine Vermischung von Fakten ein manipulatives Bild gezeichnet, das jeglichen Grundsätzen einer ausgewogenen und sachlichen Berichterstattung widerspricht. Es kann als Missbrauch des Funktionsauftrages des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewertet werden, wenn sowohl mit verbalen, optischen und technischen Mitteln ein akutes und diskussionswürdiges Sachthema in einer derartigen Schieflage ins Bild gesetzt wird.
Die LMK gibt ein Kurzgutachten in Auftrag, das eine unabhängige Bewertung dieser inszenatorischen Mittel auf der Basis der anerkannten Maßstäbe des TV-Journalismus zum Ziel hat.
Für Rückfragen: Dr. Joachim Kind, LMK-Pressesprecher
Tel.: 0621 - 5202-206, eMail: kind@lmk-online.de
