23.11.11

16. MainzerMedienDisput, SWR/ZDF in Mainz



Journalismus auf dem Prüfstand: Forum für aktuelle medienpolitische Diskussionen –
Der 16. MainzerMedienDisput am 23. und 24.11.2011 fragt in diesem Jahr „Wohin steuert der Journalismus?“
 

Programm



 
Prominente Medienvertreter, verantwortliche Programm-Macher und erfahrene Medien-Kritiker treffen sich Ende November 2011 zum Bürger- und Branchendialog zum 16. MainzerMedienDisput im ZDF-Konferenzzentrum und im SWR. Unter dem Streitthema „Interessant vor relevant? Orientierungslosigkeit und Identitätsverluste“ werden aktuelle medienpolitische Tendenzen in Rede und Gegenrede analysiert.
 
Am Vorabend des MedienDisputs (23.11.2011) steht die „Zerquatschte Republik“ im Zentrum des Interesses. Der „Talkschow-Könige“ Prof. Dr. Jürgen Falter und Dr. Michael Friedmann sowie der Autor der diesjährigen „MMD-Studie zur Qualität von Talk-Shows“, Bernd Gäbler, werden eine Bilanz der täglichen Talksshow-Flut vornehmen. „Jauchzet, Frohlocket, Hochpreiset“ lautet der Titel der kritischen Runde im SWR-Funkhaus.
 
Prof. Dr. Kurt Imhof von der Universität Zürich wird das Publikum mit seinen bewährt provokanten Thesen die Konferenz-Frage aus seiner Sicht beantworten: Wohin steuert der Journalismus?
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunk-Kommission der Länder, Kurt Beck, bringt unter dem Titel „Medienfragen sind Machtfragen“ Licht ins Dunkel der Medienpolitik.
 
Der Krisen- und Auslandsjournalismus prägt das Konferenz-Programm am folgenden Tag. Renommierte Kriegsreporter wie Carolin Emcke, Ulrich Tilgner und Christoph Reuter beschäftigen sich mit der Frage, ob wir es nicht nur im Fall Afghanistan mit „Staatsraison statt Frontberichterstattung“ zu tun haben? Erstmals treffen anschließend gestandene Auslandsreporter wie Ashwin Raman (ARD u.a.) und Hans Hoyng (Spiegel Auslands-Chef) auf die Entscheider in den Redaktionen. Am Ende wird geklärt, ob die Praxis-Erkenntns „Wer bestellt – schafft an“ auch für die häufig beklagten Defizite verantwortlich ist.
 
Das grosse Konfliktthema des Jahres 2011 leuchten führende Wirtschafts-Experten und verantwortliche Wirtschafts-Journalisten aus. Den „Leerverkauf im Wirtschaftsjournalismus“ bewerten u.a. der Crash-Prophet Prof. Dr. Max Otto im Streit mit dem Leiter der SZ-Wirtschaftsredaktion, Hans-Jürgen Jakobs.
 
Die Auswirkungen der digitalen Revolution auf den Journalismus untersuchen u.a. die Chefredakteure der Deutschen Presseagentur (dpa), Spiegel-Online und sz-online. Zusammen mit führenden Experten der Branche und dem Promi-Blogger „Don Alphonso“ fragen sie, ob die online Erfolgs-Formel „Sex, clicks, trash: online first?“ in der Praxis gilt und welche Ansteckungsgefahren es für die Konkurrenz-Medien gibt?
 
Die druckfrische 200-seitige Dokumentation des MedienDisputs kann zur Vorbereitung kostenlos unter www.mediendisput.de angefordert werden. Hier kann auch das vollständige Programm heruntergeladen und die Anmeldung vorgenommen werden.
 
Der MainzerMedienDisput wird seit 16 Jahren von einer unabhängigen Projektgruppe gestaltet. Die Journalisten Claudia Deeg, Michael Grabenströer, Prof. Dr. Thomas Leif und Thomas Meyer sind für das Programm verantwortlich. Gesellschafter und Mitveranstalter sind die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Landeszentrale für Medien und Kommunikation. Die Geschäftsführung des MedienDisputs liegt in den Händen von Günter Schreiber.
 
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