Ausstellungen

Die LMK führt in ihren Dienst- und Sitzungsräumen Kunstausstellungen mit Bildern zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus Rheinland-Pfalz durch.

Daniel Schieben - August bis Dezember 2017

Der Künstler Daniel Schieben wurde 1979 in Trier geboren. Sein künstlerisches Instrument ist die Fotografie. Die Arbeiten suchen dabei nicht nach dokumentarischer Abbildung, sondern experimentieren mit den Möglichkeiten des Abbildens selbst. Er fügt Spuren von Architektur zusammen, die eigentlich nicht zusammen gehören, reißt Bekanntes aus seinem gewohnten Kontext und konstruiert ihm dafür einen neuen. Reduzierte Kontraste, Mehrfachbelichtungen und zurückgenommene Farbigkeit lösen die fotografischen Objekte von ihrer natürlichen Körperhaftigkeit und lassen sie in der Fläche des Bildes verschmelzen. Die wiederholten Überlagerungen der Mehrfachbelichtungen führen zur Verbindung von Sphären, aber auch zu einer Potenzierung die Architektur und Natur in Kunst verwandelt. In dieser Verweigerung fotografischer Konventionen emanzipiert Schieben seine Fotografien von den abgelichteten Motiven.

Seit 2001 sind die Arbeiten von Daniel Schieben in diversen Galerien, Kunstvereinen und bei Kunstfestivals u.a. in Krefeld, Frechen, Frankenthal, Köln, Hamburg, Trier, Mainz, Luxembourg und Berlin vertreten.

2011 wurde Schieben für den Robert-Schuman-Preis der Städte Trier-Saarbrücken-Metz- Luxemburg und 2014 für den Ramboux-Kunstpreis der Stadt Trier nominiert.
2016 wurde Daniel Schieben neben 11 anderen Künstlern aus ganz Rheinland-Pfalz und Kassel für das Wettbewerbsprojekt ORTSWECHSEL ausgewählt.

Daniel Schieben ist seit 2005 Künstlermitglied im Kunstverein Trier –GB Kunst- und seit 2016 Künstlermitglied im Berufsverband Bildender Künstler Rheinland Pfalz.


Ausstellungen
2018 – in Planung: Zehnthaus Jockgrim (Februar/März 2018)
2017 – Kunstfestival Westhofen
2017 – Gmünder Kunstverein, Schwäbisch Gmünd / „Haus im Meer“ (E)
2016 – Landtag Rheinland–Pfalz, Mainz
2016 – Galerie @19, Paderborn / Experimenta 4
2016 – BBK Kassel und BBK Rheinland-Pfalz / Wettbewerbsausstellung „Ortswechsel“
2016 – Kunstverein Frechen / „Raumbegegnungen“
2016 – BBK Galerie Mainz / „Die Neuen“ (Online-Katalog)
2015 – Galerie Palais Walderdorff, Trier / „Haus im Meer“ (E)(K)
2014 - Stadtmuseum Trier  / Ausstellung zum Ramboux-Kunstpreis (K)
2014 - Kunstverein Hofatelier e.V. Weimar-Niedergrunstedt / „Kunst aus Trier“
2013 - Rathaus der Stadt Mainz / Ausstellung des BBK Rheinland-Pfalz „-35+70“ (K)
2013 - Galerie Palais Walderdorff, Trier / „Mut zur Lücke“ (K)
2012 - Amüseum – Städtische Galerie Saarburg / „Strände im Hochgebirge“
2012 - Galerie Palais Walderdorff, Trier / „An-Denken – Erinnerungsstücke“
2012 - Galerie Kloster Karthaus, Konz / „Bildkonstruktionen“
2011 - Kunsthaus Frankenthal –Kunstverein Die Treidler / „Nichts so wie es scheint“
2011 - Kunstverein Junge Kunst,Trier / „Stadt_finden“
2011 - Cercle Luxemburg / Robert-Schuman Kunstpreis der Städte Lux.-Saarbr.- Metz-Trier (K)
2011 - TUFA Trier / „ausgezogen n´akt“
2010 - Deutsche Richterakademie, Trier (E) / „70/10“
2010 - Kunstverein Linda e. V., Hamburg
2009 - Fotogalerie Wallraf, Köln (E)
2009 - Artothek der Stadt Trier
2008 - Fotogalerie Heeder, Krefeld (E) / „vom schweben und fliegen“
2008 - Galerie Altes Amt, Schönecken (E) / „plastic“
2008 - Katholische Akademie Trier „Kunst für Bildung“
2008 - TUFA Trier „6x neu“
2008 - Kunstraum t 27, Berlin
2007 - Galerie d21, Leipzig / „Salon 2007“
2007 - Kunstverein LINDA e.V., Hamburg
2007 - Artothek der Stadt Trier
2007 - Saarländisches Künstlerhaus Saarbrücken / „Camouflage“
2007 - Katholische Akademie Trier
2006 - Galerie Planet-One, Düsseldorf (E) / „In der Verborgenheit wartend?“
2006 - temporärer Aktionsraum 15, Trier (E)
2006 - TUFA Trier / „Gesellschaft für bildende Kunst, Trier“
2005 - Schloss Quint, Trier / „Zum fünften Meilenstein“
2005 - Streetgallery-Projekt, Trier(E)
2005 - Galerie Arteform, Speicher (E)
2004 - Büro Schürmann, Düsseldorf (E)
2004 - Galerie Longa-Sura, Langsur / „Artisten“ (E)
2004 - Galerie Elisabeth Krankenhaus, Trier / „pour le moment“ (E)
2003 - Landesgartenschau, Trier / „Im Licht der Straßen“ (E)
2002 - Galerie Bernard, Trier (E)
2002 - Galerie Bernard, Trier / „Miscelanea
2001 - Mutterhaus der Borromäerrinnen, Trier (E)

(E) = Einzelausstellung
(K) = Katalog

Preise/Wettbewerbe
2016 – Ortswechsel des BBK Rheinland-Pflalz und Kassel
2014 – Nominierung zum Ramboux Kunstpreis der Stadt Trier
2011 – Nominierung zum Robert-Schuman Kunstpreis der Städte Luxemburg-Metz-Saarbrücke-Trier

Mitgliedschaften
seit 2005 – Gesellschaft für Bildende Kunst Trier e.V.
seit 2016 – Berufsverband Bildender Künstler -BBK Rheinland-Pfalz

Selected Press
27.10.2016 - Westfalenblatt „Experimenta 4 – Reizvolle Entdeckungsreise“
02.12.2016 - Allgemeine Zeitung Mainz – „Neue Bilder im Landtag Mainz“
19.10.2016 - Frechenschau – „Raumbegegnungen“
13.12.2015 - Trierischer Volksfreund – „Im Zwischenreich der Unschärfen“
Rheinpfalz – „Nichts so wie es scheint – Junge Künstler im Kunstverein Frankenthal“
Rheinische Post - „Daniel Schieben - Fotograf auf der Suche nach Bildern“
Westdeutsche Zeitung – „Der Dieb mit der Kamera“
Trierischer Volksfreund – „Im Vakuum von Raum und Zeit“
Luxemburger Wort –„Ein wechselvoller Blick in die allgemeine Kunstentwicklung“

Öffentliche Ankäufe - Sammlungen
Bistum Trier
Ministerium für Kultur und Bildung Rheinland-Pfalz
Artothek der Stadt Trier
Katholische Akademie, Trier

Rundfunk
SWR 2 – 70|10 Ein Portrait - Ausstellungskritik
SWR 2 – „Stadtfinden“ Ausstellung im Kunstverein Junge Kunst, Trier – Ausstellungskritik

Kontakt:
www.daniel-schieben.de  /  post@daniel-schieben.de

Denise Steger - März bis Juni 2017

Landschaft - anders
Das Chaos der Welt zu ordnen ist eine hervorragende Aufgabe der Kunst. Die Arbeiten von Denise Steger sind gesetzte Ordnung im wogenden Chaos. Denise Steger greift universales Wissen des Abendlandes auf, verwebt dieses Wissen mit ihrer persönlichen Welt- und Lebenserfahrung und verbindet alles zu neuen Ordnungen, die sie „Neue Komplexität“ nennt. Auf den ersten Blick sind ihre Arbeiten die Bewusstwerdung eines Prozesses, den wir alle ständig erfahren: Der Mensch stellt sich der komplexen Vielfalt dieser Welt. Um an diesem Chaos nicht zu scheitern, beginnt er zu ordnen. Er gibt seinem Leben eine äußere und innere Ordnung.

Leben heißt, im Spannungsfeld zwischen Ordnung und Chaos zu stehen. In dieser geheimnisvollen Zwischenwelt entwickelt der Künstler Ahnungen von vermeintlich wahren Ordnungen, in denen die offenen Wunden der Widersprüche auszuhalten und aus der Distanz des Betrachters anzuschauen sind. Hier hat Unaussprechliches seinen festen Platz – hier entsteht Kunst. Sie verändert Standpunkte und Perspektiven und ermöglicht so neue Erkenntnisse, um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu verstehen – Ordnungen neu zu setzen. Indem Denise Steger ihr Leben, ihre Lebenserfahrung und Einsichten als „Gedankensteine“ in universale Zusammenhänge stellt, gewinnen ihre Aussagen allgemeine Gültigkeit. Die Allgemeingültigkeit ihrer geistesgeschichtlichen Idee transformiert sie mit den von ihr bestimmten Materialien überzeugend in eine ästhetische Formensprache.
Die Kunst des Origami ist dabei nur einer jener „Bausteine“, die Denise Steger verarbeitet. Doch verbirgt sich in diesem Formengebilde die Option einer „Weltordnung“, die für die moderne Industrie inzwischen unverzichtbar ist.

Mit Origami-Software werden z.B. Airbags gekonnt in Lenkräder gepackt, die Luftfahrttechnik entwickelt Linsen für Weltraumteleskope, die auf der Basis der japanischen Falttechnik konstruiert sind […]. Nicht zuletzt bedient sich die Molekularbiologie der Formeln, die von der japanischen Faltkunst inspiriert sind, um Proteinstrukturen zu entschlüsseln.
Diese beispielhaften Anwendungen belegen die enge Vernetzung von Technik und Kunst, Kunst und Natur, Natur- und Geisteswissenschaften. Spätestens seit der Renaissance haben die Künstler ihre unterschiedlichen Materialien und Techniken immer auch als Erkenntnismedien verstanden und eingesetzt. In der Moderne dann erklärten die Künstler in ihren Konzepten, dass die Kunst der Natur gleichwertig sei – sie setzten ihre künstlerischen Weltengebäude „parallel“ zur Natur und haben damit die Idee einer realistischen Wiedergabe der Welt im Bild radikal überwunden.

Denise Steger geht einen Schritt weite. Ihr Thema ist nicht die Auseinandersetzung mit der Natur oder die Beschreibung bzw. Abstraktion der dinglichen Welt. Sie arbeitet parallel der Geisteswissenschaften. Dabei verfügt sie über ein Repertoire von Elementarformen und Materialien, das die individuellen und universalen Gedanken nicht nur ansichtig macht, sondern auch den Prozess der gegenseitigen Durchdringung und Verflechtung dieser Gedanken unmittelbar zur Anschauung bring. Ihre so entworfenen Bild- und „Objektsysteme“ sind sowohl Kommentar als auch visionäre Gegenentwürfe zu unserer Welt.

Dr. Gudrun Pamme-Vogelsang, Köln

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Vita Denise Steger
Studium des klassischen und zeitgenössischen Tanzes an der Folkwang-Hochschule in Essen sowie an renommierten französischen und amerikanischen Instituten. Arbeit als freischaffende Solistin, Performance-Künstlerin und Malerin in Frankreich, USA, England und Deutschland. Zusätzlich Studium der Kunst- Musik- und Literaturwissenschaften an der Universität Bonn. Promotion mit Auszeichnung, Stipendiatin der Graduiertenförderung NRW und der Gielen-Leyendecker-Stiftung Bonn.

1999 Gründung des „Ateliers Zeitgenössische Kunst & Kunstwissenschaft“ in Linz.
2013 Gründung des Online-Journals „Kunst am Mittelrhein“: www.kunst-am-mittelrhein.de

Preise
2012 Kulturpreis der Stiftung der Stadtsparkasse Linz der Stadt Linz
2011 Künstlerpreis „Das Hungertuch“ (Laudatio unter: www.vordenker.de)
1997 Kulturpreis der Pfennigsdorf-Stiftung, Bonn

Einzelausstellungen (in Auswahl)
2016: „Verborgene Zeichen“ zusammen mit Iris Caren von Württemberg und Maks Dannecker, Kunstflur der Speisemeisterei Schloss Hohenheim, Stuttgart, April/Mai
2015: „Wolken teilen“, 1.3.-12.4., Roentgen-Museum (ehem. Kreismuseum) Neuwied und „Umarme das Meer, betrachte den Himmel“ - Denise Steger und Elmar Diks,31.10.-8.11., Prova-Galerie Linz
2012 „Objektsysteme“, Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Ludwigshafen
2012 „sichtbar – unsichtbar“, Kulturbahnhof Bad Breisig
2011 „Gedankengang“, Kreisverwaltung Neuwied
2011 „Denkgitter“, Das Labor im Rheintor, Linz
2009 „Das andere Buch“, Martinskirche, Linz
2009 „Vielfältig“, Kunstraum Bad Honnef
2008 „Mehr als eine Seite“, Galerie Pamme-Vogelsang, Köln
2008 „Lichtpunkte“, Lichtinstallation an der Mensadecke der Bürgermeister-Castenholtz-Schule in Linz („Kunst am Bau“, 1. Preis).
2003 „Von der Fläche zum Raum“ ,Werkschau in der Tuchfabrik (TUFA) Trier
1999 „Farbe-Worte-Töne“, Werkschau Bildungszentrum Deutsche Lufthansa AG , Seeheim-Jugenheim (bei Frankfurt).
Regelmäßige Beteiligungen an der „Jahresausstellung mittelrheinischer Künstler“ im Roentgen-Museum Neuwied.

Messebeteiligungen
2014 „Parallax Art-Fair“ London
2014 „artpul“ – Messe für aktuelle Kunst, Köln-Pulheim
2012 „Kunst direkt“ Mainz
2010 „Kunst direkt“ Mainz

Tanz
Zuletzt 2010, Performance im Arp Museum Bahnhof Rolandseck anlässlich der Ausstellung Sophie Taeuber Arp „Bewegung und Gleichgewicht“ und: „Raum im Werden“, Dialograum an St. Helena in Bonn.

Leitung von Ausstellungsprojekten
2016 „Aus der Bibliothek von Stadt und Martinskirche Linz, Handschriften, Inkunabeln…“ [Katalog]
2015 „Johann Martin Niederée“ Werkschau zum 185. Geburtstag, Stadtarchiv Linz [Katalog]
2012 „RELIQUION – 7 Positionen zeitgenössischer Künstler zu Glauben und Aberglauben“, Roentgen-Museum Neuwied (Beitrag zum Kultursommer Rheinland-Pfalz). [Katalog]
2011 „Joseph von Keller“, Jubiläumsausstellung zum 200. Geburtstag, Stadthalle Linz [mit Katalog]
2006 „Im Geist sakraler Architektur“ Zeitgenössische Kunst in der Martinskirche und der Stadthalle Linz
2006 „Der Linzer Kirchenschatz“, Martinskirche in Linz und Roentgen-Museum Neuwied [Katalog]
2004 „Kunstbegegnungen in der Martinskirche“, Zeitgenössische Kunst in der Martinskirche Linz

KONTAKT
ATELIER Zeitgenössische Kunst & Kunstwissenschaft
Dr. Denise Steger
Auf der Donau 2
53545 Linz am Rhein
Tel.: 02644/3171
info@art-denise-steger.de
www.art-denise-steger.de