Was ist ein OK-TV?

OK-TV ist Bürgerfernsehen, dessen Sendebeiträge von Bürgerinnen und Bürgern auf eigene Initiative und in eigener Verantwortung produziert und ausgestrahlt werden. Die Bürgermedien haben sich in vielen Regionen zu lokalen semiprofessionellen Fernsehplatttformen profiliert und sind ein fester Bestandteil des rheinlandpfälzischen Medienangebots geworden. Der rheinland-pfälzische Gesetzgeber hat den Bürgersendern mit den zentralen Bereichen "Lokales und Bildung" einen klaren Funktionsauftrag zugewiesen. Zum einen sind sie Bestandteil der lokalen und regionalen Kommunikation; zum anderen werden sie als zentrale Elemente in die MedienKompetenzNetzwerke (MKN) integriert, die auf lokaler und regionaler Ebene die Angebote zur Förderung von Medienbildung bündeln.

Die Adressen und Ansprechpartner der 20 OK-TV-Standorte in Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Was wird ausgestrahlt?

In den Sendebeiträgen im OK-TV findet sich ein breites Spektrum an kulturellen, sozialen, politischen und sportbezogenen Themen. Regelmäßige Talkrunden zur Kommunalpolitik, die Dokumentation lokaler Großereignisse wie Festumzüge oder kulturelle Höhepunkte – OK-TV deckt das gesamte thematische Spektrum ab. Neben den Bürgerinnen und Bürgern nutzen auch Vereine, Institutionen und Organisationen die OK-TV als Plattform, um ihr Anliegen zu kommunizieren. Im Jahr 2014 haben ca. 2000 Produzentinnen und Produzenten in Rheinland-Pfalz ca. 4.500 Sendungen produziert – in einer guten inhaltlichen und technischen Qualität.

Wer darf im OK-TV eine Sendung anmelden und was ist zu beachten?

Wer seinen Wohnsitz in Rheinland-Pfalz hat, kann im OK-TV seinen Sendebeitrag ausstrahlen – unter Beachtung der gültigen gesetzlichen Bestimmungen und des Werbe- sowie Sponsoringverbots. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind für ihre Sendebeiträge selbst verantwortlich. Eine Zensur findet nicht statt. Einzelheiten regelt die OK-Satzung der LMK bzw. die jeweiligen Nutzungsordnung des Trägervereins.

Wer kann den OK-TV empfangen?

Die Programme des OK-TV können in Rheinland-Pfalz über vernetzte Kabelnetze empfangen werden, die eine technische Reichweite von ca. 86% der Kabelanschlüsse der KDG entspricht. Zudem ist das Sendeprogramm bei vielen OK-TV auch als Livestream zu empfangen und die größeren OK-TV Standorte haben einen eigenen Youtube-Channel.

Welche technische Ausstattung gibt es im OK-TV?

Die notwendige Produktionstechnik (Camkorder und Schnittplätze) und ein semiprofessionelles Fernsehstudio stehen Ihnen dabei zur Verfügung. Bitte informieren Sie sich vor Ort bei Ihrem lokalen OK-TV über dessen Ausstattung.

Wer hilft bei der Produktion?

Technische Einweisungen und Beratungen werden von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort geleistet. Außerdem bietet das BildungszentrumBürgerMedien (BZBM) spezielle Seminare und Fortbildungen an.

Wer unterstützt mich bei Fernsehprojekten im Rahmen der Förderung von Medienkompetenz?

Falls Sie mit Ihrer Schulklasse, Jugend- oder Seniorengruppe Unterstützung bei der Umsetzung einer Filmidee benötigen, wenden Sie sich bitte an die Referenten OK-TV/MKN, die Sie bei Ihrem medienpädagogischen Vorhaben mit Rat und Tat unterstützen.

Wieso ist manchmal die Qualität der Sendebeiträge so unterschiedlich?

Die Sendeverantwortlichen sind keine Profis, sondern Amateure. OK-TV ist Bürgerfernsehen zum Selbermachen. Alle Arbeiten wie beispielsweise Kamera, Ton, Moderation, Regie, redaktionelle Vorbereitung, Live-Sendetechnik, Bildschnitt oder Nachvertonung werden von den ProduzentInnen, entweder alleine oder im Team, eigenständig ausgeführt.

Was kostet die Ausstrahlung eines Sendebeitrags im OK-TV?

Viel Eigeninitiative, aber sehr wenig Geld. Grundsätzlich verleiht der OK-TV alle Geräte und stellt das Studio einschließlich der Technik zur Verfügung. Für die ProduzentInnen von Sendungen im OK-TV entstehen nur geringfügige Kosten für SD Karten oder Verbrauchsmaterial.

Wer finanziert die OK-TV in RLP?

Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) fördert die Ausstattung der OK-TV mit der erforderlichen Technik (Studiotechnik, Sendetechnik, Kameras, Schnittplatz, und sorgt gemeinsam mit dem jeweiligen lokalen Trägerverein für die Wartung der Geräte. Die Kosten für die Verbreitung des Sendesignal in das Kabelnetz der Kabel Deutschland werden ebenfalls von der LMK getragen. Die LMK selbst finanziert sich aus einem 2%-Anteil aus dem Rundfunkbeitrag.

Alle übrigen vor Ort anfallenden Kosten (Raum- und Geschäftskosten) werden von den örtlichen Trägervereinen aufgebracht. Der Trägerverein wird unterstützt von kommunalen Gebietskörperschaften sowie aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

Welche Möglichkeiten der Ausbildung gibt es?

OK-TVs sind seit Jahrzehnten qualifizierte Ausbildungsorte für Mediengestalter „Bild und Ton“. Viele Praktikanten suchen in den Bürgermedien ihre erste Berufsorientierung und Auszubildende wählen ganz bewusst Bürgermedien als Ausgangspunkt ihrer beruflichen Karriere.  An vielen OK-TV Standorten wird ein FSJ Kultur angeboten.

Wo kann ich mich über einen Sendebeitrag beschweren?

Im OK-TV dürfen Sendebeiträge keine Werbung oder Schleichwerbung enthalten und auch nicht der Werbung für politische Parteien oder sonstige politische Vereinigungen zur Vorbereitung einer Wahl dienen. Werbung politischer, weltanschaulicher oder religiöser Art ist unzulässig. Außerdem sind die jugendschutzrechtlichen Bestimmungen einzuhalten.

Falls ein Sendebeitrag gegen geltendes Recht verstößt, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an die Landeszentrale für Medien und Kommunikation - hier wird Ihre Beschwerde bearbeitet und Sie werden über den Stand der juristischen Bewertung benachrichtigt.